Peter Schraml

Dipl.-Ing. (FH) Architektur
Master of Public Administration

Beitragsbild Spielende Kinder Seilschaukel
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Impressionen 2015

1. Fachtagung zur Kindersicherheit auf Spielplätzen

Freitag, 16.10. und Samstag, 17.10.2015 in München

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Zusammenfassende Nachberichterstattung

„Unbeschwerte Spielerlebnisse sind für die kindliche Entwicklung unverzichtbar. Kinder vertrauen und Eltern müssen darauf Vertrauen können, dass Spielplätze sicher konstruiert, entsprechend gewartet und gepflegt werden“, bringt Peter Schraml, Geschäftsführer von Massstab Mensch seine Motivation auf den Punkt. Mit seiner Expertise als ehemalige Aufsichtsperson der Kommunalen Unfallversicherung Bayern, als Spielplatzprüfer und Mitglied in entsprechenden Normenausschüssen rief er die 1. Fachtagung zur Sicherheit auf Kinderspielplätzen ins Leben, die am 16. und 17. Oktober in München stattfand.

Schraml sprach damit den rund 130 Teilnehmern, die sich mit Planung, Bau, Einrichtung, Inspektion und Wartung von Spielplätzen beschäftigen, aus der Seele. Zum Teil aus Wien, Bozen und Basel angereist, hatten sich alle auf Einladung von Massstab Mensch an diesem Wochenende in der Städtischen Berufsschule in München versammelt.

Welche Anforderungen an die Sicherheit von Spielplätzen gestellt werden, welche Rechtsgrundlagen es gibt und wie diesen entsprochen werden kann, sei vielen Verantwortlichen häufig nicht oder nur unzureichend bewusst, erläutert Schraml. Seine Fachtagung hat das Ziel, umfassend über das Thema Kindersicherheit auf Spielplätzen zu informieren und einschlägige Neuerungen vorzustellen. Sie bietet den Beteiligten Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Die Fachtagung ist als „Auffrischung für Qualifizierte Spielplatzprüfer“ sowie als Fortbildung für Ingenieure, Fachplaner, Architekten und Landschaftsarchitekten anerkannt.

Zahlreich Experten beleuchten die komplexe Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. Klaus-Peter Brüning, Sonderschulkonrektor, Regierung von Schwaben, ging der Frage nach, welche Auswirkungen die veränderten Lebenswelten der Kinder auf deren Motorik und Entwicklung haben. Die kindliche Entwicklung beruht in hohem Maße auf frühen Erfahrungen, für die das Spielen von großer Bedeutung ist. In einer urban geprägten Welt, werden Spielplätze für die kindlichen Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen immer wichtiger.

Wie bedeutend in diesem Zusammenhang Naturerfahrungsräume sind, zeigte Dr.-Ing. Hans-Joachim Schemel auf. Sein Büro für Umweltforschung und Stadtentwicklung ermittelte, dass gerade naturnahe, also kaum gestalteten Lebensräume für Tiere und Pflanzen, für das Spielen besonders geeignet sind. Je unebener, vielfältiger und unüberschaubarer das Gelände ist, umso mehr fördert es die Aufmerksamkeit und damit die Risikokompetenz der Kinder und desto höher ist der Spielwert.

Der Beitrag zum Thema Abenteuerspielplätze, wie auch der von Julian Richter mit dem Titel „Spielwert und Spielrisiko“, widmeten sich dem Spagat zwischen dem Sicherheitsanspruch einschlägiger Normen und einem gewissen Risiko, als wesentlichem Bestandteil des Abenteuers. Unter dem Titel „Grün. Schön. Giftig!?!“ rief Dr. Elke Frenzel auf zu einer realistischen Einschätzung der Giftigkeit von Pflanzen sowie der Gefahr, die von diesen ausgeht.

Im Rahmen der Neuerungen der Norm für Spielplatzgeräte, DIN EN 1176, stellte Friedrich Blume die aktuellen rechtlichen Aspekte der Kindersicherheit vor sowie die Anforderungen an die Spielplatzprüfer nach DIN 79 161.

In seinem Grußwort betonte Stefan Handl die gute Zusammenarbeit mit Massstab Mensch im Hinblick auf die Jahreshauptinspektion der gemeindeeigenen Spielplätze. „Eine zuverlässige Sicherheitsprüfung ist für uns besonders wichtig, um unserer Verantwortung gerecht zu werden“, so der zweiter Bürgermeister der Gemeinde Karlsfeld. Dies griff Tilo Eichinger, Vorstand des Bundesverbands der Spielplatzgeräte- und Freizeitanlagen-Hersteller auf, indem er die Bedeutung fachlich kompetenter und qualitativ hochwertiger Prüfung durch entsprechend ausgebildete Experten unterstrich.

Wie wichtig Kindern ein geschütztes Spielumfeld ist, wurde jedem Teilnehmer im Rahmen einer Videobotschaft bewusst: Schüler aus Munyu, Kenia, deren Schulprojekt von Massstab Mensch unterstützt wird, bedankten sich auf diesem Weg.

An mehreren älteren Ausstellungsstücken wurde aufgezeigt, wie kleine Änderungen diese Spielplatzgeräte wieder Norm konform gestalten. Ebenso konnten die Teilnehmer anhand dieser Geräte eine von Massstab Mensch federführend neu entwickelte Software zur Prüfung von Spielplätzen testen. Eine Ausstellung der Kooperationspartner rundete die Veranstaltung ab.

Ziel von Massstab Mensch ist es, gemeinsam mit allen mit der Planung, dem Bau, der Einrichtung, Inspektion und der Wartung Beschäftigten die Sicherheit von Spielplätzen zu schaffen und zu erhalten, zum Wohle der Kinder und ihrem spielerischen Erleben, der Eltern und Aufsichtspersonen. Massstab Mensch etabliert die Fachtagung zur Sicherheit auf Kinderspielplätzen als zweijährige Veranstaltung.

Termin 2. Fachtagung: 20. und 21. Oktober 2017

ID = 2436

Fachtagung in Kooperation mit:

 
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BSFH

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DeulaBayern

VGL Bayern

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ID = 2085

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