Peter Schraml

Dipl.-Ing. (FH) Architektur
Master of Public Administration

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Situation und Nöte der Kommunen –
die Stadt Dortmund berichtet

Impulsvortrag von Daniel Binder | 18.10.2019

Leiter des Büro für Kinder- und Jugendinteressen, Dortmund

Einstieg in das Thema:

Rechtliche Grundlagen für die Entwicklung inklusiver Angebote sind die nachfolgend genannten Gesetze:

  • UN- Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) Art. 30 UN-BRK
  • Behindertengleichstellungsgesetz NRW
  • Das Inklusionsgrundsätze Gesetz NRW – 2016

Der seit 2017 neu gegründete Inklusionsbeirat beschäftigt sich in Dortmund intensiv mit der Entwicklung von Angebotsformaten zur inklusiven Teilhabe in Freizeit und Kultur.
Hierzu wurde die Entwicklung eines Berichtes in Koop. mit der TU München durchgeführt. Weitere Quellentexte unter: www. dortmund.de

Aufgaben und Schwerpunkte des Jugendamtes , Büro für Kinder- und Jugendinteressen:

  • Planung und Gestaltung
  • von Spiel-, Freizeit- und Sportflächen (361 Anlagen, inkl. 81 Bolzplätze und 18 Trendsportflächen)
  • Kinder- und Familienfreundliche Stadtentwicklung
  • Fun- und Trendsport Angebote
  • Spielplatzpatenschaften – aktuell 108 Paten für 365 Kinderspielplätze
  • Verwaltung und Einsatz von Stiftungsmitteln
  • Geschäftsführung Spielplatzverein
  • Kinder und Jugendliche haben Rechte
  • Beteiligung und Mitsprache an den für sie relevanten Themen
  • Partizipation von Kinder und Jugendlichen durch Beteiligungsaktionen.

Derzeit plant das Jugendamt, Büro für Kinder- und Jugendinteressen die Weiterentwicklung der öffentlichen Spielplätze unter inklusiven Aspekten. Hierzu wird eine Bestandsaufnahme der Spielplätze durchgeführt. In einem gemeinsamen Workshop wurden erste Grundlagen und Projektideen festgehalten.

Themenfelder aus Sicht von Menschen mit Behinderungen waren:

  • Informationen über Treffpunkte, Spielflächen und Bewegungsräume in Dortmund
  • Erreichbarkeit und Gelände von Treffpunkten, Spielflächen und Bewegungsräumen
  • Mobiliar und Spielangebote
  • Pflege, Patenschaften und inklusive Angebote an Treffpunkten, auf Spielflächen und in Bewegungsräumen.

Grundlagen für einen Standard für inklusive Treffpunkte, Spielflächen und Bewegungsräume in Dortmund:

1. Informationen über Treffpunkte, Spielflächen und Bewegungsräume

  • Öffentlichkeitsarbeit über einen Flyer, bei den Familienbesuchen des Familienbüros, in Kindergärten usw.
  • Weitergabe der Informationen an lokale Beratungsorganisationen wie Quartiersmanagement, lokal willkommen Aktionsraumbeauftragte (Aktionsplan soziale Stadt Dortmund), Grünbau etc.
  • Entwicklung einer barrierefreien Spielplatz-App für Dortmund
  • Barrierefreies interaktives Informationsangebot, auch nach Stadtteilen und als geodatenbasiertes Kartenangebot
  • Gepflegte und damit aktuelle Datenbestände im analogen und digitalen Angebot
  • Notwendige Informationen:
    Nahverkehrsanbindung Aufenthaltsqualität für Begleitpersonen (Sitzmöglichkeiten, Wasserspender) öffentliche- und Behindertentoiletten, Wickel- und Pflegemöglichkeiten für Kinder und Erwachsene, Bodenbeschaffenheit des Platzes, Alter der Zielgruppen, Adresse, Zugang, Informationen über (besondere) Spielgeräte.

2. Erreichbarkeit von Treffpunkten, Spielflächen und Bewegungsräumen

  • Barrierefreie Zugänge und deren Befahrbarkeit zu Sand Schaukel inklusiven Spielgeräten
  • Ausreichend Beschattung
  • Sandfreie Zuwege zu inklusiven Spielgeräten
  • Behindertenparkplätze
  • Parkplätze mit ausreichend Platz zum Ein.- und Ausstieg auch mit Kinderwagen und Hilfsmitteln
  • Fahrradabstellplätze auch für Tandems,. Dreiräder, Räder mit Anhänger …
  • Ebenerdiger Zugang zur Freizeitfläche
  • Gut wahrnehmbare Beschilderung der Zugänge von den Straßen aus.

3. Mobiliar und Spielangebote

  • Wasserspender für Kinder, kleinwüchsige Menschen und Rollstuhlfahrer*innen
  • (Behinderten-) Toiletten einschließlich Pflege- und Wickelmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene, bzw. Hinweis auf nahe gelegene öffentlich zugängliche sanitäre Anlagen
  • Spielangebote für Kinder / Jugendliche und erwachsene Begleitpersonen
  • Bänke (unterschiedliche Sitzhöhen, Lehnen, Aufstehhilfen, kommunikative Aufstellung)
  • Flächen ohne Funktionen zum Freispiel
  • Unterfahrbare Spielflächen (z.B. Tisch mit Röhren), Wasser-Matsch-Bereich
  • Sandkasten mit Liegebrett,
  • Schaukel zum Drauflegen, Schiffschaukel, befahrbare Schaukel
  • Fühl- und Klangspiele
  • Sandflächen ebenerdig zugänglich
  • Rückschlag und Ballsportgeräte (rollstuhlgeeignete Tischtennisplatte etc.),
  • Kugelspiele, Generationen- / Rollstuhlkarussell, Handwippe, unterstützte Balanciergeräte, Rutschen mit Umsetzhilfen und verlängerten Ausläufen.

4. Pflege, Patenschaften und inklusive Angebote an Treffpunkten, Spielflächen und Bewegungsräumen in Dortmund

  • Ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Behinderungen, z.B. aus benachbarten Wohnstätten
  • Spielzeugkiste mit vom Jugendamt zur Verfügung gestellten Inhalten bei Spielplätzen mit Patenschaften
  • Werbung um Paten und Patinnen mit Behinderungen in Kooperation mit der Freiwilligenagentur
  • Patenschaften für Menschen mit Behinderungen / Tandems von Menschen mit Behinderungen und Assistenz bewerben
  • Eine große inklusiv gestaltete Spielfläche in Dortmund als Highlight für alle errichten
  • Anbindung an Jugendfreizeitstätten, Pflege / Einbezug Quartierskümmerer

5. Weitere Impulse

  • Schulhöfe barrierefrei gestalten
  • Inklusive Neugestaltung des benachbarten Spielplatzes an der Max-Wittmann-Schule gemeinsam mit der Förderschule
  • Planung und Gestaltung eines Spielplatzes mit behinderten und beeinträchtigten Kindern.
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Der eigenen Verantwortung nachkommen…

Isabelle über Kopf

Spielplatz

Lea und Isabelle am Netz…und durch Kontrolle und Wartung auf der sicheren Seite sein

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